Kräuter

39 heimische Kräuter –
gesund und hilfreich, eine optimale Kräutermischung

"Die Gräslein können
den Acker nicht begreifen
aus dem sie sprießen."

Hildegard von Bingen

KräuterKräuter sind nicht nur gesund und hilfreich - sie sind auch nicht weg zu denken, wenn Sie sich rundum gesund ernähren und wohl fühlen wollen.

Sie sind kleine Helfer, die großes im Körper bewirken können. Das wissen wir nicht erst seit Hildegard von Bingen.

Um Ihnen die wichtigsten zu nennen und zu zeigen, was sie im Stande sind zu leisten, soll Ihnen diese kleine Auflistung helfen und Ihren Sinn für Gutes schärfen!

Cellin® enthält: Hagebutte, Holunder, Rosmarin, Eberraute, Leberkraut, Fenchel, Kardobenediktenkraut, Tausendgüldenkraut, Kerbel, Wegwarte, Ysop, Nelkenwurz, Krauseminzeblätter, Zitronenmelisse, Waldgamander, Thymian, Bitterklee, Oregano, Petersilienkraut, Kumin, Lavendel, Koriander, Pomeranzenschalen, Macisblüten, Nelken, Lorbeerblätter, Anis, Kümmel, Kamillenblüten römisch, Galgantwurzel, Himbeerblätter, Ingwerwurzel, Pfefferminze, Estragonkraut, Dillkraut, Majoran, Liebstöckelkraut, Bohnenkraut, Basilikum.

Hagebutte

Die Hauptwirkung der Hagebutte beruht auf ihrem Vitamin C-Gehalt. Die leuchtendrote Scheinfrucht ist der Träger der wirkungsvollen Inhaltsstoffe. Das sind die Vitamine A, B1, B2 sowie Mineralstoffe, Flavonoide und Gerbstoffe (sekundäre Pflanzenstoffe). Vitamin C trägt maßgeblich zur Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte bei.

Hagebutte enthält fünfmal mehr von diesem Vitamin als die hochgelobten Zitronen.

Holunder

Holunderbeeren sind reich an Vitamin C und A. Schon in der Jungsteinzeit sollen die Beeren des Holunders als Nahrungsmittel gedient haben. In der Antike und im Mittelalter galt die Pflanze als sehr bedeutend.

Hauptwirkstoffe sind Flavonoide und Gerbstoffe.
Rosmarin

Rosmarin enthält ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und einen hohen Gehalt an Vitamin C.

Rosmarin wurde wegen seines starken Duftes im Altertum häufig für kultische Zwecke verwendet, galt aber auch als Mittel zur Verbesserung des Gedächtnisses.

Es hieß, auch der aromatische Geschmack und Duft des Rosmarins können dazu beitragen, Lebensfreude zu wecken.
Eberraute

Die Eberraute wurde früher als Heilpflanze höher geschätzt als heutzutage. Sie stärkt die Verdauungs- und die Harnorgane, man kann sie gegen Husten und Bronchitis verwenden. Außerdem lindert sie Frauenbeschwerden und aktiviert die Menstruation. Auch gegen Einschlafstörungen und Rückenschmerzen kann man die Eberraute verwenden.

Leberkraut

Das Leberkraut war und ist eine wichtige Pflanze in der Volksheilkunde. Alle Teile der frischen Pflanze sind giftig, getrocknet ist sie ungiftig. Sie wird gegen Leberkrankheiten und Gallenkrankheiten eingesetzt.

Fenchel

Fenchel enthält ätherische Öle, Kieselsäure, Mineralsalze, Stärke, Vitamin A, B und C. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze (Blätter) pro 100 g Frischegewicht beträgt 247,3 mg.

Kardobenediktenkraut

Die distelähnliche, einjährige, krautige Pflanze enthält  ätherisches Öl (0,03 %), Bitterstoffe (0,2-0,7 %, besonders Cnicin, ein ungesättigtes Sesquiterpenlacton, sowie Artemisiifolin, Salonitenolid und Arctigenin), Triterpene (alpha;-Amyrin und Derivate), Flavonoide, Mineralien.

Tausendgüldenkraut

Das Tausendgüldenkraut hat einen sehr bitteren Geschmack.

Verantwortlich dafür sind die Bitterstoffe, die schon über die Mundschleimhaut die Produktion der Magensäfte anregen können.

Speisen werden so besser verdaut. Allerdings erreicht der anregende Effekt auf Magen und Allgemeinorganismus erst nach längerer Anwendungsdauer die volle Wirkung.

Kerbel

Kerbel ist ein Küchenkraut, das gerne in Gärten angebaut wird. Er gehört zur Familie der Doldenblüter. Seine feinfiedrigen Blätter schmecken wie eine Mischung aus Petersilie und  Anis. Außer seinem feinem Aroma hat der Kerbel auch eine gewisse Heilwirkung. Er entschlackt den Körper und regt den Stoffwechsel an. Er wirkt durch die Anregung der Verdauungsorgane und Nieren blutreinigend. Der Kerbel ist außerdem als Vitamin- und Mineralienlieferant beliebt.

Wegwarte

Im Altertum und Mittelalter war die Wegwarte als Zauberkraut bekannt. Als solche war sie sehr wertvoll. Heutzutage kennt man die Wegwarte vor allem zur Stärkung der Verdauungsorgane, aber auch als Kaffeeersatz spielt sie eine wichtige Rolle.  

Ysop

Der Ysop, ein naher Verwandter von Thymian, Salbei und anderen Lippenblütern, ist hierzulande vorwiegend als Würzkraut bekannt. Doch er ist auch eine wertvolle Heilpflanze mit vielfältigem Einsatzspektrum.

Nelkenwurz

Die Nelkenwurz ist eine eher unscheinbare Wildpflanze mit kleinen gelben Blüten. Dabei war sie früher eine wichtige Heil- und Gewürzpflanze, die in den meisten Gärten angebaut wurde. Die Wurzel der Nelkenwurz riecht und schmeckt leicht nach Nelke, was ihr auch ihren gebräuchlichsten Namen einbrachte. Man kann sie gegen Durchfall und andere Probleme des Verdauungsapparates verwenden. Auch gegen Entzündungen im Mundbereich kann die Nelkenwurz helfen.

Krauseminzeblätter

Krauseminze enthält ätherisches Öl, das ähnliche Eigenschaften wie der Kümmel hat.

Dieses Öl der Krauseminze wird zur Geschmacksverbesserung von Kaugummis, Mundwässern und Zahnpasta eingesetzt. Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein intensiver Duft "Spearmint" genannt nach einer Sorte in England.

Sie ist im Aussehen ähnlich der Pfefferminze, enthält aber kein Menthol.

Zitronenmelisse

Zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern, entwickelt sich ein zitronenähnlicher Geruch aus dem ätherischen Öl, das auch als Geruchsträger dient.

Unter anderem enthält die Melisse Gerb- und Bitterstoffe und Flavonoide. Heute schätzt man das süßlich schmeckende Kraut vor allem wegen seiner beruhigenden Eigenschaft. Es gilt auch als nützlich und unterstützend für den Magen und die Verdauung.

Schon früh wurde ihre große Anziehungskraft auf Bienen bemerkt. Der Name "Melissa" ist griechisch und bedeutet "Honigbiene".

Waldgamander

Der Waldgamander, auch bekannt als Salbei-Gamander, ist überwiegend im nördlichen Teil Europas heimisch. Hauptanwendungsgebiete dieses Lippenblüters sind chronische Entzündungen der Atemwege.

Thymian

Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion. Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane.

Bitterklee

Der Bitterklee ist eine mehrjährige Pflanze, die im Mai und Juni erblüht. Wegen seines hohen Gehaltes an Bitter- und Gerbstoffen nimmt man den Bitterklee heute zur Behandlung von Magen- und Darmstörungen. Bitterklee regt die Magensäfte an und fördert die Lust zu essen. Zudem findet der Bitterklee in der Naturheilkunde seine Anwendung bei Appetitlosigkeit, Kopfschmerz und Migräne. 

Oregano

Oregano zählt aufgrund seines sehr hohen Gehalts an Phenolen in der Aromatherapie als effektiv gegen Bakterien. Da es die Haut reizen kann, sollte die Anwendung nur innerlich und mit einem Trägeröl (z. B. Sonnenblumenöl) verdünnt erfolgen. Nachgewiesen werden konnten weiterhin eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege.

Petersilienkraut

Petersilienkraut und der daraus bereitete Tee haben sich zur Durchspülung bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Durchspülungstherapie zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß bewährt.

Kumin

Kumin wirkt sich sehr positiv auf die Verdauung aus. Sowohl bei Koliken, Durchfall und im gesamten Bauchbereich wirkt er krampflösend und entspannend.

Lavendel

Die Pflanze findet hauptsächlich Verwendung als Zierpflanze oder zur Gewinnung von Duftstoffen. Lavendel sagt man antiseptische und beruhigende Wirkung nach. Anwendungsgebiete für innerliche Anwendung können Unruhezustände, Einschlafstörungen und Oberbauchbeschwerden, wie Reizmagen oder nervöse Darmbeschwerden sein.

Koriander

Die Pflanze war eines der ersten Gewürze, das mit den Seefahrern im 17. Jahrhundert nach Amerika gelangte. In Deutschland ist Koriander als Gewürz schon seit langem beliebt.

Verantwortlich für die gesundheitsfördernde Wirkung sind die ätherischen Öle, die sowohl in den Blättern als auch in den Früchten der Pflanze zu finden sind.

Pomeranzenschalen

Die Pomeranze oder Bitterorange, auch Sevilla-Orange und Saure Orange genannt, ist eine Zitruspflanze. Ihre Frucht ist orangenähnlich, aber bitterer und kleiner. Entstanden ist die Bitterorange als Hybride zwischen Pampelmuse und Mandarine wahrscheinlich im Süden Chinas. Da Pomeranzen leicht krampflösend am Magen-Darm-Trakt wirken, werden sie bei Appetitlosigkeit und Verdauungstörungen eingesetzt.

Macisblüten

Macis, Mazis oder Muskatblüte wird der Samenmantel des Muskatnussbaums genannt. Getrocknet oder auch gemahlen wird er zum Würzen von Gebäck, Fleischgerichten und einigen Wurstsorten verwendet. Macis hat wie die Muskatnuss, die er umhüllt, einen aromatisch-harzigen und leicht bitteren Geschmack, ist aber milder. In Asien ist sie eine wichtige Heilpflanze zur Stärkung von Nerven und Verdauung. 

Nelken

Das kräftige Aroma der Gewürznelken ist den meisten durch Lebkuchen und Rotkohl wohlbekannt. Wer jemals auf eine dieser kleinen, harten Nägelein gebissen hat, weiss genau, welch´ intensive Würzkraft in der Gewürznelke steckt. In der Heilkunde finden sie zur Verdauungsförderung, gegen Zahnschmerzen und als Einreibemittel Verwendung. 

Lorbeerblätter

Lorbeerblätter sind als Küchengewürz wohlbekannt. Den bis zu zehn Meter hohen Lorbeerbaum, der in Kleinasien und im Mittelmeerraum heimisch ist, kennen deutlich weniger Menschen. Dieser immergrüne Baum trägt diese wie gelackt aussehenden typischen Blätter. Im alten Rom wurden Kaiser und sportliche Sieger mit Lorbeerkränzen geehrt. Die Lorbeerblätter dienen als Gewürz und können ausserdem zur Stärkung der Verdauung und zur Linderung von Frauenbeschwerden eingesetzt werden. Das butterartige Öl, welches aus den Früchten gewonnen wird, kann man als Einreibemittel gegen Probleme des Bewegungsapparates verwenden. 

Anis

Der Anis stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. In unseren Breiten ist er nur in Gärten anzufinden. Seine süßlich schmeckenden Früchte sind in der Weihnachtsbäckerei und in Schnäpsen (z. B. Ouzo) bekannt. In der Heilkunde hilft Anis bei Husten, Blähungen und bei der Milchbildung.

Kümmel

Kümmel ist in Vorderasien und den Mittelmeerländern beheimatet. Die Verbreitung erstreckt sich heute von Europa bis Sibirien. In der Naturheilkunde wird Kümmel eine appetitanregende Wirkung zugesprochen. Die Verdauung von fetten und blähenden Speisen wird unterstützt und bei Krämpfen und Koliken der Verdauungsorgane wirkt Kümmel lösend.

Kamillenblüten römisch

Diese Kamillenart findet man in ganz Europa.  Im Gegensatz zu der größeren Echten Kamille ist die Römische Kamille nur 10 bis 30 Zentimeter hoch. Das Öl der Römischen Kamille wird durch Destillation der Blüten und der ganzen Pflanze gewonnen. Die Hauptwirkung des ätherischen Öls ist entzündungshemmend, krampflösend und antiseptisch. Außerdem wirkt es gegen Bakterien und Pilze.

Galgantwurzel

Die Galgantwurzel (oder der echte Galgant) ist in China heimisch und wird in ganz Südostasien angebaut. Sie wird verwendet bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl sowie Beschwerden im Magen-Darm-Bereich.

Himbeerblätter

Die Himbeere ist bereits seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt und wird bei entzündlichen Beschwerden von Magen und Darm verwendet. Auch in der Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung wird Himbeerblättertee häufig eingesetzt, da er die Gebärmuttermuskulatur stärken und somit auch wehenanregend wirken kann. Ein Aufguss aus fermentierten Himbeerblättern wird oft auch als Ersatz für schwarzen Tee getrunken.

Ingwerwurzel

Ingwer wächst in den Tropen und Subtropen und wird in Ländern wie Indien, Indonesien, Vietnam, China, Japan, Australien, Südamerika und Nigeria angebaut. Der Ingwer-Wurzelstock enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shoagolen, besteht. Zubereitungen aus dem Ingwer-Wurzelstock werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende, sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen. 

Pfefferminze

Die Pfefferminze ist bestimmt jedem als Kräutertee bekannt, den man auch trinkt, wenn man nicht krank ist. Pfefferminze wächst unkompliziert in Hausgärten und kommt Jahr für Jahr wieder, wenn sie erst  heimisch geworden ist. Dabei hat die Pfefferminze eigentlich eine ziemlich starke Heilwirkung und ist von daher gar nicht allzu sehr als Haustee geeignet. Wer sie aber gut verträgt, braucht nicht auf seinen regelmässigen Pfefferminztee zu verzichten. 

Estragonkraut

Estragon (Artemisia dracunculus) ist in Südeuropa und Asien beheimatet. Er ist an sonnigen Plätzen zu finden und befindet sich nie an Gewässern oder auf feuchten Böden. In Italien und Frankreich wird er häufig und gerne beim Kochen angewendet, da er sehr geschmacksstark ist.  In der Medizin findet er nicht so häufig Verwendung, manchmal jedoch wird er zur Vorbeugung von Erkältungen in Tees eingesetzt.

Dillkraut

Vor allem als Würzkraut für Gurken und Salate ist uns der Dill bekannt. Er hat jedoch, ähnlich wie sein Bruder, der Fenchel, zahlreiche Heilfähigkeiten. Besonders hervorzuheben ist seine milchfördernde Eigenschaft. Ausserdem lindert er die Blähungen von Säuglingen.

Majoran

Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblüter. Er kommt meistens nicht wild, sondern nur kultiviert vor. Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er auch, die schweren Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane. Ausserdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Erkältungen. 

Liebstöckelkraut

Ursprünglich ist der Liebstöckel in Südwesteuropa beheimatet. In Mitteleuropa gedeiht er jedoch auch prächtig und wurde deshalb schon vor Jahrhunderten in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Inzwischen trifft man den Liebstöckel auch hier und da verwildert an. In der Küche ist der Liebstöckel als Maggikraut bekannt und würzt mit seinen Blättern Kräuterquark und Suppen aller Art. In der Medizin werden Wurzel und Samen des Liebstöckels für den Harnapparat, die Verdauung und die weiblichen Fortpflanzungsorgane eingesetzt.

Bohnenkraut

Bohnenkraut, auch Kölle genannt, ist im östlichen Mittelmeerraum heimisch. Es schmeckt kräftig würzig bis pfeffrig. Naturheilkundlich wird das Kraut zur Zeit der Blüte verwendet. Es hilft u. a. bei Magen- und Darmbeschwerden, zur Unterdrückung von Krämpfen, bei Blähungen und gegen Durchfall.

Basilikum

Der Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma. Doch Basilikum ist auch eine Heilpflanze. Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde.